Langzeiterfahrung Polo 6c 1.4 TDI

    • [Polo 6C]

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    • 1.4 tdi 3-Zylinder Motor

      Hi zusammen,

      man liest wirklich wenig im Netz, in den Fachzeitschriften und hier über die neuen 3-Zylinder TDIs von der VAG. Selbst auf den VW Seiten nur das übliche aber dennoch kurze "blabla" für die Vorstellung.

      Klar, ist der Motor (55/66/77kW) erst auf den Markt gekommen - dennoch wünschte ich mir mehr Rezessionen zu diesen Aggregat.
      Wurden seit dem Bau dieser TDI´s wirklich so wenig verkauft dass keine Erfahrungen dazu abgreifbar sind.
      Weiterhin werden diese doch in der gesamten VW-Welt verbaut ? ! ?

      Vielleicht kann hier in der Community jemand den Motor bewerten, eventuell als direkten Vergleich zum Vorgänger-Motor, dass man weiß wie man die neuen einschätzen muss.

      Ich interessiere mich für hauptsächlich für die Laufruhe der Dreizylinder und auch die beschriebenen Vibrationen welche in den Innenraum übertragen werden würde ich mir gerne bestätigen lassen. Sehr interessant wäre auch die zu erwartende Laufleistung der 3-Zylinder...aber "glaskugelschauen" kann erst mal noch keiner :)

      Besten Dank an diejenige die Ihr Wissen teilen möchten ! ! !

      Und auf ein geniales 2015 :thumbsup:

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    • Hallo Friedel,

      ein Bekannter von mir fährt jetzt einen 6C 1.4 TDI mit 105ps. Da ich ja den direkten Vorgänger habe, versuche ich mal die beiden etwas zu vergleichen:

      Der Dreizylinder hört sich halt einfach rauher und nicht so geschmeidig an. Gerade beim Anlassen oder im Leerlauf muss man sich meiner Meinung nach schon sehr daran gewöhnen. Gerade bei den jetzigen Temperaturen rumpelt der 6C nach einem Tag am Anfang deutlich schlimmer als mein 6R nach fünf Tagen bei fast -10 Grad.

      Zur Laufruhe während der Fahrt kann ich nichts sagen, im Stand vibriert der 1.4 TDI jedoch deutlich mehr als der 1.6 TDI.
      (einfach mal Hand auf Motorblock gelegt)
      Beim Vorbeifahren habe ich gemerkt, dass der neue sich bei gleicher Drehzahl deutlich untertouringer und nicht so "rund" anhöhrt.

      Zum Verbrauch kann ich sagen, dass sich der Dreizylinder auf gleicher Strecke und bei gleicher Fahrweise (möglichst sparsam nach Schaltempfehlung gefahren), etwa einen halben Liter mehr gönnt. Auch im Mittel liegt sein Verbrauch (noch?) über meinem. Nach Aussagen von Autohaus und Autostadt wird der Verbrauch nach dem Einfahren bei den neuen Motoren nicht mehr merklich runtergehen. Bei meinem übrigens auch nicht.

      Insgesamt kann ICH sagen, dass ich froh bin, noch den alten Vierzylinderdiesel zu haben.

      Gruß Daniel

    • AW: 1.4 tdi 3-Zylinder Motor

      Hallo Friedel,

      um welchen der drei 1.4 TDI's geht's dir denn speziell?
      Ich fahre seit einem halben Jahr bzw. 34 tkm die kleinste Variante mit 55 kW.
      Im Vergleich zum 1.2 TDI mit der gleichen Leistung, den ich vorher gefahren bin, ist der neue eine große Verbesserung! Wesentlich bessere Laufruhe, bessere Beschleunigung (1s schneller) und Elastizität durch 30 Nm mehr Drehmoment und bessere Geräuschdämmung im Innenraum.

      Wie du siehst, ich bin rundum zufrieden, wenn da der Verbrauch nicht wäre....
      Statt 0,4 l weniger, wie auf dem Papier angegeben, nimmt der 1.4 TDI ungefähr einen halben Liter mehr, bei gleicher Fahrweise!

      Dass es die neuen TDI's noch nicht oft gibt, durfte ich bei der 30 tkm Inspektion Anfang Dezember erfahren. Ich war der erste mit diesem Motor und so war kein passender Ölfilter vorrätig.

      Wenn du sonst noch Fragen hast, immer her damit. ;)

      Gruß, Thomas
    • Ich muß auch sagen, der Verbrauch ist mindestens einen halben Liter zu hoch, aktuell 5,4L über 5000 KM. (Die MFA zeigt wenigstens den Verbrauch an, den ich gerne hätte 8o )
      Laufruhe empfinde ich als angenehm, das Kaltstartnageln verschwindet schnell, während der Fahrt wunderbar leise (wahrscheinlich der guten Dämmung geschuldet).
      Zusammen mit DSG eine tolle Kombination.

      Gruß Jens

    • JensT. schrieb:

      Ich muß auch sagen, der Verbrauch ist mindestens einen halben Liter zu hoch, aktuell 5,4L über 5000 KM.

      Hier liegt das Problem des 3-Zylinder.
      Vergleiche ich den 3-Zylinder-Diesel von VW - und zwar alle PS-Varianten - so ist der Verbrauch einfach zu hoch.
      Grund:
      VW verwendet zur Reduzierung der Motorschwinungen Ausgleichswellen, die Kraft brauchen, Verschleiß erzeugen und zudem die Geräuschkulisse erhöht
      Vernünftige Diesel-Hersteller verwendet die Einspritzanlage zur Verringerung der Schwingungen, durch Mehrfacheinspritzungen. Daher kann man heute mit einem 200PS Diesel eines anderen Herstellers, die gleichen Verbräuche erreichen, wie mit einem 1,4 TDI, bei weit besseren Fahrleistungen und vor allem sehr gutem Diesel-Fahrkomfort.
      Vergleiche ich jetzt die beiden Fahrzeuge in der Nutzungsdauer nach Kilometer, fällt auf, dass das 200PS-Fahrzeug eines anderen Herstellers günstiger ist, als der 3-Zylinder VW .
      Somit heißt es nichts anderes: VW-Polo-Diesel: max. 3 Jahre nutzen und dann so schnell wie möglich wieder abstoßen, bevor die Kosten den Nutzen überrollen.

      Nicht umsonst gibt es in der VAG-Premiummarke diesen 3-Zlinder nicht.

      Ja, leider verlässt VW den guten Ansatz vom Golf 3 mit dem 1,9 TDI (1Z), der ja auch von AUDI übernommen wurde, zum deutlichen Qualitätsverlust. Ich vermute einfach, dass der Chinesische Markt VW dazu bewegt hat, Europa fallen zu lassen. Kaufmännisch gesehen richtig.

      lg
    • Danke für die vielen +/ - Infos . . . ausführliche und aussagebkäftige Rezessionen, TOP

      Ich muss mir in fünf Tagen mein eigenes Bild machen und bin mal gespannt wie lange ich mit dem Fahrzeug zufrieden bin :)
      Dann steht mein 66kw bei mir im Hof.

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    • hey, stimmt folgende Aussage bei den Dreizylinder TDIs ? ? ?

      "Leichtbau-Ausgleichswelle: Wellen vom Zulieferer Schaeffler sorgen für eine angenehm schwingungsarme Laufkultur in jedem Drehzahlbereich. Die Wälzlagerung reduziert Reibung und Verbrauch und ermöglicht so eine gewichtsoptimierte Konstruktion der Ausgleichswelle"?

      [IMG:http://www.autozeitung.de/technik/dreizylinder-motoren-bmw-ford-opel-vw-benziner-diesel-trendreport/Dreizylinder-Diesel-von/n406348/5?panorama=1]
      http://www.autozeitung.de/technik/dreizylinder-motoren-bmw-ford-opel-vw-benziner-diesel-trendreport/Dreizylinder-Diesel-von/n406348/5?panorama=1

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Friedel ()

    • @Friedel @ruptech

      Muss meine Aussage doch etwas revidieren.
      Hab nur in die ETKA nachgesehen und beim neuen 1.4 Tdi nichts über Ausgleichswellen gefunden.
      Somit bin ich davon ausgegangen das er wie der 1.6 Tdi keine hat.

      Er hat "Ausgleichsgewichte" (wie es VW nennt, nur in der ELSA zu finden) welche eine Einheit mit der Ölpumpe sind und mittels Stirnrad angetrieben wird.

      mfg
      Dukke2
    • Kann mich auf mein Gefühl verlassen. Allein, wenn ich "unseren" 1.2er höre. Wie eine Nähmaschine, wo viel zu viele Rollen mitlaufen. Kein Wunder, dass er in manchen Kurven "Geräusche" macht.

      Finde es immer wieder interessant, dass der 1.9er TDI verschwinden musste, mit dem jeder zufrieden war, und es kaum Probleme gab.

      Dafür gibt es Ausgleichsgewichte/wellen - egal wie man sie nennen mag. Andere Hersteller Haben einen Block, Kurbelwelle und Kolben, einen Kopf und schon läuft das Ding.

      Ich will einfach wieder meinen alten 1.9er mit einer ordentlichen CR von Bosch oder Delphi und mit 192 GTD-PS. Von mir aus, auch als Schalter. Dann gibts einen Verbrauch, deutlich unter 5 lit und viel Spaß.

      lg

    • Da man wirklich wenig über den 3-Zylinder-Diesel hört und liest, hab ich mich nun direkt bei VWAG über verschiedene Bedenken aufklären lassen und kritische Fragen gestellt...anbei ist die Antwort die ich hier keinen vorenthalten möchte:

      "Sehr geehrter Herr xxx,

      vielen Dank fuer Ihre E-Mail. Fuer die spaete Antwort entschuldigen wir uns bei Ihnen in aller Form.

      Unser aktuelle 3-Zylinder Dieselmotoren mit 66 kW (90 PS) der Baureihe EA288 werden werkseitig nicht vorgespreizt und auch ein Aus- und Einbau der Kurbel-welle ist bei diesem Motor moeglich.

      Der Antrieb der Ausgleichswelle mit integrierter Oelpumpe und Unterdruckpumpe erfolgt ueber ein Antriebsrad an der Kurbelwelle.
      Das geradverzahnte Antriebs-zahnrad des Ausgleichswellenmoduls wird ueber das Antriebszahnrad der Kurbelwelle entgegen der Motordrehrichtung mit gleicher Motordrehzahl angetrieben. Durch die rotierenden Ausgleichsgewichte auf der Ausgleichswelle werden die Schwingungen des Motors verringert. Eine Sechskantwelle kommt bei der Oelpumpe nicht zum Einsatz.

      Auch ist ein Austausch der Zylinderkopfsichtung moeglich. Daher koennen wir die von Ihnen genannten Aussagen nicht bestaetigen.

      Fuer weitere Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfuegung.

      Freundliche Gruesse
      i. V. Mario Meyer i. V. Denis Magiera"

    • @ RUPTECH

      Klar muss man hier eindeutig feststellen dass hier ein VErkäufer schreibt - jedoch sollten die Aussagen schon der Wahrheit entsprechen, gerade zum technischen Aufbau.
      Dass zur Materialeinsparung der Motorblock grundsätzlicher weniger massiv gebaut ist binden diese einen nicht auf die Nase...aber welcher Hersteller in diesem Preissegment macht das nicht.
      Somit bin ich mit der Stellungnahme ganz zufrieden, da mir die Antwort meine offenen Fragen beantwortete.
      Nicht mehr nicht weniger.
      Der "gute alte" 1.9 tdi ist leider Geschichte und kommt nicht mehr - LEIDER

    • Ich bin ja schonmal gespannt ob der Motor dann auch Probleme mit den Injektoren hat so wie die 1.6er TDI's.
      Die alten PD-Motoren waren in der Hinsicht schon echt nicht schlecht. Alles was bei unserem Passat nach 134tkm am Motor gemacht wurde war ein O-Ring am Turborücklauf.
      Der hat allerdings die Schwachstelle mit dem Ölpumpensechskant, was ihn ein bisschen zur tickenden Zeitbombe macht.

      Also irgendwie hat jeder Motor so seine Schwachstellen. Wer einen komplett problemfreien Diesel fahren will, muss zu den alten Mercedes Vorkammer-Motoren greifen :D


      Schönen Abend,
      Dom

    • @Friedel
      Ich wäre mir da nicht so sicher, ob man nicht das Konzept des 1.9 TDI wieder mal aufgreift. Nichts anderes hat man ja beim 1.4 TDI gemacht. Den alten Block, das alte Konzept. Mit dem Unterschied, dass der 1.9er immer schon Problemlos war, weil er einfach physikalisch einfach ist.
      Und ehrlich: Wer mit dem Diesel aufgewachsen ist, dem tut das Herz weh, wie VAG die kleinen Diesel "verbockt" haben. Da kommt man an der Idee nicht vorbei, dass da Menschen am Werk sind, die den Diesel hassen.

      @Diesel-Dom
      Mercedes hat die längste Diesel Erfahrung. Und somit die meisten Diesel-Probleme "erfunden".
      Heute nehme ich 2 Richtungen wahr: Mercedes, BMW, Fiat, Peugeot, aber auch die Asiaten und Koreaner, setzen auf Qualität beim Diesel.
      Was bei VAG passiert kann ein Dieselmensch nicht nachvollziehen. Mechanische Ausgleichswellen.... Injektoren von schlechem Material.... ???
      Also irgendwie sind dies so einfache Themen. Da geht es nicht um Erfahrung, nicht um Probleme, die immer wieder bei neuen Entwicklungen auftreten.
      Bei VAG-Diesel geht es um Geld (irgenwie billiger - mit roher Gewalt?) und technisch gesehen: "um reine Dummheit". Sorry für den harten Ausdruck. Es ist meine Meinung, nachdem ich als Kind schon am Diesel schrauben gelernt habe.

      lg